18. August - Vorstoß ins Hochland
[ Karte ]
Durch Andreas' Sextanerblase konnten wir einen tollen Sonnenaufgang miterleben. Als die ersten Geländewagen die Furt durchquerten
machten wir uns auch ans Aufstehen. Die Regenwolken vom Vortag hatten sich wieder verzogen, unsere Entscheidung, der Sonner hinterher
zu fahren schien immer noch richtig zu sein. Nach unserem Teller Müsli wurde schnell das Zelt abgebaut. Wir wollten heute so weit wie
möglich in Richtung Kverkfjöll (100 km entfernt) vorstoßen. Auf der Karte hatten wir eine Hütte an der Lindaá entdeckt, das schien uns
ein erreichbares Ziel zu sein.
Zunächst kamen wir gut voran. Die Strecke war fürs Hochland zwar ungewehönlich hügelig, die Pistenverhältnisse waren aber ganz ordentlich.
Außerdem war uns der Wind gnädig und unterstützte uns beim Vorwärtskommen. Beim Abzweig nach Möðrudalur änderte sich das Wetter.
Es fing leicht zu regnen an, zudem führte uns der Weg jetzt nach Süden und die vorher günstige Windrichtung kehrte sich ins Gegenteil um.
Wir näherten uns der Krepputunga, dem Gebiet, das uns vor fünf Jahren ihre Durchquerung verwehrte. Auch diesmal schien das Wetter nicht
auf unserer Seite zu sein. Am einfachsten kam man jetzt voran, wenn man den Kopf einfach ausschaltete und sich einfach auf das Vorwärtskommen
konzentrierte.
Dummerweise mußten wir der Kreppa noch etwas ihres grauen Wassers entnehmen, da die beiden, auf der Karte noch eingezeichneten Flüsse
ausgetrocknet waren. Der Weg führte uns weiter durch die Krepputunga, eigentlich ein sehr schönes Gebiet, nur Wind und Regen vermiesten
uns den Anblick. Zudem wurde die Piste immer sandiger, häufiges Absteigen wurde unausweichlich.
Uns wurde langsam klar, daß wir ds uns gesteckte Ziel heute wohl nicht mehr erreichen würden. Am Abzweig der F903 von der F910 in Richtung
Kverkfjöll wurde die Piste immer schlechter, sandige Passagen wechselten sich mit extrem steinigen ab.
Wir entschieden uns bald, den nächstbesten Zektplatz zu wählen. Das war bloß nicht besonders einfach, da wir aufgrund des starken
Windes eine geschützte Stelle brauchten. Irgendwann fanden wir sie aber doch, sicherten unser Zelt mit umherliegenden Lavabrocken und
machten uns ans Kochen.
Wir hatten für die vergangenen 60 km knapp 5 Stunden gebraucht.
übrigens: Das Sediment, das die Kreppa mit sich führte, war so fein, daß es zwischen den Nudeln überhaupt nicht auffiel.