20. August - Ruhetag am Kverkfjöll
Es hatte in der Nacht schon zu regnen angefangen. Morgens hing alles in den Wolken. Wir entschlossen uns ersteinmal abzuwarten.
Also ging es wieder in die Hütte zu einem ausgedehnten Frühstück mit viel Tee. Danach lasen und schrieben wir und schauten dem Regen
und den tiefhängenden Wolken zu. Das Wetter wollte und wollte nicht besser werden. Wir hatten uns 14 Uhr als Deadline gesetzt,
wenn es bis dahin nicht besser werden würde, dann würden wir noch eine weitere Nacht hierbleiben.
Das Wetter wurde nicht besser, und so hatten wir einen unfreiwilligen Ruhetag. Der Reiseleiter einer
Wikinger-Reisen
Gruppe bot uns an, doch in deren Land Rover zu einer Eishöhle mitzufahren. Wir nahmen dieses Angebot dankbar an, so kamen wir
wenigsten noch ein bißchen an die frische Luft.
Die Fahrt war kurz, dann hieß es, sich regensicher einzupacken, und ab ging der Fußmarsch durch den Abraum des Gletschers. Trotz
der schlechten Sicht war es ein lohnenswerter Marsch. Wir überquerten eine abenteuerliche Brücke und näherten uns langsam dem
schmutzig-weißen Gletscher (der noch einer der "weißesten" in Island sein soll). Plötzlich tauchte dann die Höhle vor uns auf.
Das Eis schimmert blau aus ihrem Inneren, ein toller Anblick, der nur durch die tiefhängenden Wolken gertrübt war.
Wieder in der Hütte angekommen, machten wir uns an das Kochen des Abendessens. Wir hatten uns langsam daran gewöhnt, nicht in der
Enge des Zeltes auf unserem Trangia, sonder bequem in einer geräumigen Küche zu kochen.
Pünktlich zu Dämmerung riss der Himmel auf und es wurde empfindlich kalt. Aber zumindestens sah das Wetter für die
morgige Abreise gut aus.